Rückblick: HMSC Piloten mit erfolgreichem Saisonfinale 2013

Der in Wiesbaden beheimatete Hesse Motor Sports Club kann auf eine erfolgreiche Saison seines Racing Teams zurückblicken.

Die Piloten traten in verschiedenen Rennserien an und sammelten Siege, Podiumsplätze und starke Platzierungen. Beim Saisonfinale auf dem Nürburgring am vergangenen Wochenende stand besonders Audi Pilot René Freisberg im Fokus, der Vizemeister in der Division II wurde.

 

Vor den beiden letzten Rennen des STT H&R Cup war klar, dass es eng werden würde. Mit Andreas Schmidt und René Freisberg vom HMSC hatten zwei Piloten Chancen den Titel in der Division II zu holen. Das erste Rennen entschied dann René Freisberg von der ersten Startposition aus prompt für sich. Der Audi-Pilot konnte gleich von Beginn an die Spitze übernehmen und einen Vorsprung auf den VW Scirocco von Andreas Schmidt herausfahren. Der kam zwar gegen Rennende bis auf 9,893 Sekunden heran, mehr war aber für den Scirocco-Piloten nicht mehr drin. „Zur Mitte des Rennens wurde es ziemlich schwierig mit dem Überholen. Es war aber sonst ein toller Start- und Zielsieg. Wir hatten nach dem Quali noch etwas geändert. Der Speed ist da“, so René Freisberg optimistisch. Damit durfte sich der Audi-Pilot durchaus noch berechtigte Titelhoffnungen machen. Im zweiten und alles entscheidenden Rennen konnte der Kelkheimer den leistungsstärkeren Scirocco aber nicht halten und musste Andreas Schmidt den Sieg überlassen. Damit fehlten Freisberg ganze 1,8 Punkte zum Gewinn des Titels in der Division2. Trotz des verpassten Divisionssieges legte der STT Einsteiger eine beeindruckende Saison mit vier Siegen in der Division II hin.

HMSC Starter Pierre Bonhote hatte beim letzten Lauf der Saison Pech. Ein defekter Wasserkühler verhinderte einen zweiten Start. Dem Schweizer blieb somit nach Platz fünf in der Klasse im ersten Rennen nur die Zuschauerrolle. Alexandra Irmgartz musste im ersten Rennen nach sieben Runden aufgeben. Im zweiten Rennen belegte sie in ihrer Klasse Platz sechs. Trösten konnte sich die junge Motorsportlerin aus Neuwied mit dem erneuten Gewinn des Juniorentitels der Spezial Tourenwagen Trophy. Einen gelungenen Einstand in der STT feierte Christian Ladurner, der erstmals im neu erworbenen V8STAR unterwegs war. Ohne vorherige Fahrpraxis landete der Ex-Seat Pilot auf den Plätzen 18 und 19 unter 52 gestarteten Fahrzeugen. Sein Teamkollege Matthias Dreher von Greenlion Motorsport startete in der Cup & Tourenwagen Trophy. Für den Gaggenauer ging es am Saisonende um nichts mehr. Im ersten Rennen landete auf Gesamtplatz 19. In Rennen zwei kam der Seat Leon Supercopa MK1 auf dem 16. Platz ins Ziel und war damit bester HMSC Starter. „Ich habe mich zweimal gedreht, dadurch habe ich im ertsen Rennen sicherlich bis zu fünf Plätze eingebüßt. Sonst ist es eher unproblematisch gelaufen“, so matthias Dreher. Sven Schneider haderte zunächst noch mit dem Qualifying. „Ich hatte im Qualifying über Probleme mit der Lichtmaschine. Dadurch hatte ich einfach zu wenig Leistung um die schwächeren Fahrzeuge zu überholen. Am Ende hatte ich kaum noch Saft auf der Batterie. Jetzt muss ich im ersten Rennen von Platz 18 aus starten“, fasste Schneider das Qualifying zusammen. Im ersten Rennen konnte der Porschepilot trotz der schlechten Startposition sich verbessern und auf Platz elf das Ziel überqueren. Im zweiten Rennen lief es etwas schlechter, worauf Schneider auf Platz 20 landete. Für Frank Schröder war der Auftritt beim Finale der Cup & Tourenwagen Trophy leider schon frühzeitig beendet. Nach dem Qualifying musste der Beetle mit gebrochener Kupplungsscheibe aufgeladen werden.

Sehr zufrieden konnte hingegen Marc Ehret sein. Bereits vor zwei Wochen hatte der BMW Pilot an gleicher Stelle mit zwei Klassensiegen geglänzt. Beim Saisonabschluss der DMV BMW Challenge ging es noch einmal über die Nordschleife. Für Marc Ehret war der Ausflug in die Grüne Hölle noch ziemliches Neuland. „Ich hatte zunächst sehr zu kämpfen, da ich noch nicht so viel Erfahrung auf der Nordschleife habe“, erklärte der BMW Pilot. Das Rennen verlief allerdings sehr gut für den Hüttenfelder. Einsetzender Regen und der Reifenpoker brachten dann den entscheidenden Vorteil. Die von René Freisberg geplante Strategie ging voll und ganz auf. „Es fing an zu regnen und wir hatten uns entschieden die Slicks drauf zu lassen, was sich als richtige Entscheidung erwies. Meine Konkurrenz wechselte auf Regenreifen und war somit langsamer als ich. Dadurch konnte ich meinen Rückstand aufholen. Wir wurden in der Startaufstellung falsch aufgestellt Die Peeters waren im Zeittraining hinter mir und starteten aber fünf Minuten vor mir. Nach dem zweiten Pflichtstopp kam ich hinter Peeters aus der Boxengasse und konnte mich noch auf der GP Strecke gleich wieder an die Spitze setzten. Somit fuhr ich das Rennen ohne Probleme zu Ende und baute jede Runde meinen Vorsprung aus“, erzählte Marc Ehret.

Auch im kommenden Jahr werden wiederum zahlreiche HMSC Piloten auf den Rennstrecken in Deutschland und Europa am Start sein und um Siege und Punkte kämpfen.

Text und Bilder: arp Redaktionsbüro Patrick Holzer